Posts mit dem Label Mail-Art werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mail-Art werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 8. September 2021

Sommerpost 2021

"Wir schöpfen unser eigenes Papier! Beschäftigen uns mit Pulpe, Cellulose und Einschlüssen. Nicht nur das! Wir geben dem Papier eine individuelle Geschichte mit auf dem Weg: wir schöpfen unseren persönlichen Sommer mit ein. Finden zarte und helle Farbtöne, streuen unsere Lieblings-Sommermomente mit in die Pulpe." So beschreiben Michaela und Tabea ihr diesjähriges Thema für die Sommerpost. Papier habe ich schon öfter selbst geschöpft, in der Schule und in Kursen bei John Gerard in der Eifeltormühle. Hier sind einige Beispiele von Papieren zu sehen, die ich in seiner Werkstatt in der Pulp-Painting-Technik geschöpft habe. 

Ein Thema zu finden war gar nicht so einfach, aber schließlich entschied ich mich für Zitrusfrüchte: feine Limette, frischgrüne Zitrone und getupfte Blutorange.

Die Limette ist feiner und dünner, die Blutorange fester und grober.

Eine weitere Vorgabe war eine Banderole, die die drei Blätter zusammenhalten sollte. Ich habe dafür einen Zitronenstempel geschnitzt und als Zugabe ein kleines Aquarell gemalt.

 
Auch der Umschlag bekam Zitronenstempel ab. Leider habe ich die Birne auf der Briefmarke zu spät entdeckt. Fontanes Gedicht als Inspiration wäre auch eine gute Idee gewesen.

Und hier sind alle meine wunderbaren Sommerpostpapiere zu sehen - herzlichen Dank dafür!


Und natürlich auch ein großes Dankeschön an Michaela und Tabea, die immer wieder neue Ideen für diese Mail-Art-Aktion haben! Dort sind auch viele andere Ergebnisse zu bewundern.


Montag, 10. Mai 2021

Frühlingspost 2021 - das Collagrafie-Abenteuer

Dreimal im Jahr gibt es das Mail-Art-Projekt beim Postkunstwerk. Michaela und Tabea haben sich für die Frühlingspost die Collagrafie-Technik ausgesucht - auf einem in der Mitte gefalteten  A3-Blatt sollten vier Seiten zum Thema Insekt gestaltet werden. Die etwas abenteuerliche Entstehung meiner Insektendrucke zeige ich hier ausführlich- man braucht also ein wenig Geduld beim Lesen. 

Den Begriff Collagrafie kannte ich bisher nicht, allerdings habe ich oft mit meinen Schüler*innen ähnliches im Unterricht gemacht. Verschiedene Dinge auf einen Untergrund geklebt, mit Farbe bestrichen und abgedruckt. Wir nannten das Materialdruck. Und das ist es auch.

Bei dieser Technik werden Gegenstände auf einen Untergrund geklebt (ich habe auch mit der Heißklebepistole ein Insekt "gezeichnet"), zweifach lackiert, damit er sich bei mehrfachem Drucken nicht auflöst, mit Farbe eingewalzt oder betupft und dann mit einem feuchten Papier bedeckt. Damit der Abdruck gut auf das Papier übertragen wird, muss man es sorgfältig andrücken.

Wichtig ist die richtige Papierwahl in richtigem Zustand - nicht zu feucht und nicht zu trocken. Diese Abdrücke fielen schon mal durch, die Strukturen waren undeutlich, die Farbe gefiel mir nicht und man sah man zu viele Flecken auf dem Hintergrund. Nach einigen weiteren Versuchen beschloss ich, nur das Insekt ohne Hintergrund zu drucken. Das Zusammenkleben der einzelnen Pappstücke war dann ziemlich mühsam, aber das Insekt hielt sich nach der Lackierung und dem Drucken gut.

Weil meine Schränke voll mit Papier sind, wollte ich auf keinen Fall neues zum Drucken kaufen. Allerdings war die Auswahl an A3-Papieren dann doch sehr übersichtlich und es kam nur ein festes, 250g schweres in Frage.


Ich grundierte die Papiere und legte los mit dem Drucken der Titelseiten. Unten das Ergebnis, naja.... das Tier sah aus, als hätte es Hörner. Ich wollte zwar eine neue Gattung erfinden - der Name stand schon fest ("carabus posterius", der Frühlingpostkäfer) - aber so sollte er wirklich nicht aussehen! Ich musste mir etwas anderes einfallen lassen.

Also schnitt ich die Beine und die Hörner, nein, die Fühler ab und probierte, ob vielleicht ein Posthorn passen könnte.....

Schließlich baute ich aber schmale Beinchen und Fühler aus einem Bindfaden an. Nun musste ich nur noch einen Weg finden, die Hörnerinsekten auf den Titelseiten zu ersetzen. Glücklicherweise hatte ich noch Seidenpapier, das sich mit großer Vorsicht ganz gut bedrucken ließ. Ich habe Linoldruckfarbe mit ein wenig Gouache gemischt und mit einem großen Tupfer aufgetragen.

Das Seidenpapier habe ich nach dem Trocknen über die verunglückten Käfer geklebt, nachdem ich sie vorher mit weißer Farbe überstrichen hatte. Die so entstandenen Strukturen gefielen mir ganz gut.

Auf die Innenseiten kamen Text und Insektenstempel. Und weil es so gut mit dem Drucken auf Seidenpapier klappte, entstand noch ein kleineres, fliegendes Exemplar für die vierte Seite.

Was für ein Glück, dass ich erst als Letzte dran war, andernfalls hätte ich bestimmt ziemlichen Stress bekommen. So konnte ich sogar noch einen Stempel für Postkarten scnhitzen.

und meine Briefe pünktlich verschicken.

Inzwischen sind ganz wunderbare Insekten bei mir eingetroffen, die ich bereits auf Instagram gezeigt habe. Herzlichen Dank für alle Tausch- und Extrapöste und an die Organisatorinnen Michaela und Tabea! Bei Instagram sind viele tolle Beispiele der über 200 Teilnehmerinnen zu sehen unter #frühlingspost2021  #postkunstwerk



Donnerstag, 17. Dezember 2020

Adventspost 2020 - Monotypie - Winterspaziergang

Seit vielen Jahren mache ich mit bei der Adventspost von Michaela und Tabea. Das war so kurz vor Weihnachten immer eine Menge Arbeit, denn es mussten ja 25 Exemplare produziert werden. Dieses Jahr ist alles anders und ich hatte viel Zeit, mich dieser Technik wieder anzunähern, mit der ich mich zum letzten Mal während meines Studiums beschäftigt hatte. Eine Monotypie, ein Glasscheibendruck in Winterfarben zum Thema Winterspaziergang sollte es werden.

Zuerst wollte ich einen leicht strukturierten Untergrund vorbereiten. Dazu habe ich Reste vom "Sanften Morgentau" (Frühlingspost 2018) genommen, auf dem Glas verteilt und Linien mit einem Spritzpinsel hineingewischt.

Mit dem zufällig entstandenen gelben Fleck gefiel mir das schon mal ganz gut. Nachdem ich mehrere Blätter auf diese Weise hergestellt hatte, fiel mir ein, dass die Spuren ja durch das Zeichnen oder Schreiben auf dem Papier entstehen sollten. Dann doch erstmal lieber probieren, wieviel von der Linoldruckfarbe nötig ist, wie fein der Stift zum Durchdrücken sein muss und wie man dicke Flecken vermeidet. Letzteres, indem man sozusagen freischwebend zeichnet, ohne die Handflächen aufzulegen.

Die mit Kuli oder Bleistift gezogenen Spuren waren mir viel zu dunkel und ich hatte immer noch keine Idee für ein passendes Motiv.

Also beschäftigte ich mich wieder mit dem Hintergrund. Ich kleisterte viel Weiß mit ein wenig Blau, Schwarz und Gelb auf die Scheibe, so entstanden Winterlandschaften; vorne Schnee, hinten schneebedeckte Berge und/oder Himmel.


Die Blätter blieben einige Tage liegen und ich schnitt erstmal die Pappen zu und adressierte und frankierte die Karten.


Schließlich fand meine Idee doch den Weg auf das Papier.



Zum Schluss schrieb ich noch ein passendes Haiku 

Winterspaziergang

Spuren in gemischtem Grau

Sehnsucht nach Wärme

und hatte tatsächlich noch über eine Woche Zeit, bevor die Karten zur Post mussten! Inzwischen versammeln sich hier die allerschönsten Karten, einfach toll, dass jeden Tag so wunderbare Post im Briefkasten liegt! Danke an Michaela und Tabea für das Thema, das für mich dieses Jahr eine Herausforderung war (was ich ja sehr mag, einfach ist langweilig, denke ich immer....)



Samstag, 31. Oktober 2020

Nachtrag zur Sommerpost - ein Briefmarkenalbum

Die diesjährige Sommerpost hat mich noch lange Zeit weiter motiviert.



Ich habe Unmengen an Briefmarken produziert - zwar keine weiteren Stempel geschnitzt, aber viele meiner Stempel und Schablonen verwendet. Auf so kleinem Format geht das ganz schnell  und macht definitiv süchtig.

Reste von Sonnendrucken hatte ich genug und endlich konnte ich mal selten genutzt Stempel gebrauchen.

Porto und Poststempel durften natürlich nicht fehlen, und obwohl ich sehr viele Schablonen besitze, kamen vor allem meine Lieblinge zum Einsatz.


Die großen Marken habe ich mit Hilfe einer Zackenschere ausgeschnitten (was man gut erkennen kann...), für die kleineren habe ich einen Stanzer verwendet.



Zuerst wollte ich in meinem Album nur Briefmarken in Blau/Petrol/Türkis sammeln, aber als wieder so schöne Papierereste beim Gellidrucken abfielen, produzierte ich weiter.


Schließlich füllte ich 6 Seiten mit meinen Marken und nähte sie zusammen. Für die Zwischenräume fand ich sogar wunderbares "Spinnenpapier", wie es sich für ein richtiges Briefmarkenalbum gehört.

 


Auf den Deckel habe ich schließlich noch vier Variationen meiner Sommerpostmarke geklebt - fertig. Jetzt geht es direkt weiter mit der Adventspost - wie ich gelesen habe, gibt es schon über 200 Anmeldungen. Dann muss ich hier ja keine Werbung mehr machen....




Freitag, 25. September 2020

Sommerpost 2020

Der Sommer ist vorbei, und auch die Sommerpost-Aktion von Michaela und Tabea. Es waren 165 Teilnehmerinnen dabei, die ihre "Briefmarken ins Blaue" geschnitzt, gestempelt und an jeweils 8 andere Gruppenmitglieder verschickt haben. Meine Briefmarkensammlung besteht aus 16 Exemplaren - trotz der Technik- und Farbvorgaben so unterschiedlich und vielseitig!













Nun muss ich noch entscheiden, wie es mit meiner Sammlung weitergeht. Ich hatte mir zuerst ein Leporello vorgestellt, innen die Briefmarken, außen die Karten und Teile der Umschläge, die ja auch sehr schön gestaltet sind.


 

Weil viele Marken aber so wunderbar auf die Karte abgestimmt sind, werde ich nun ein Buch binden. In Michaelas und Tabeas neuem Buch "Schöne Post" gibt es eine wunderbare Anleitung für die Single-Sheet-Bindung. Nun muss ich mich nicht mehr durch die Youtube-Videos quälen! Beiden ein riesigesKompliment für dieses phantastische Buch und einen herzlichen Dank für die Organisation der Sommerpost!



Mittwoch, 22. Juli 2020

Sommerpost 2020

Darf ich vorstellen: Meine Sommerpost 2020 zum Thema "Briefmarke ins Blaue" im Hochdruck.


Seit Beginn der Mail-Art-Aktion von Tabea und Michaela bin ich schon dabei, und dieses Jahr mal als erste auf der Liste. Zum Glück hatte ich gleich eine Idee und fing ganz früh mit der Schnitzerei an.


Denn als ich das Thema las, kam mir sofort der Blaudruck in den Sinn. Während meines Studiums lernte ich diese Stoffdrucktechnik durch eine Dozentin kennen, die eine große Stoffsammlung hatte, die wir einmal besichtigen durften. Irgendwann war ich auch in einer Blaudruckwerkstatt im Münsterland, später bekam ich das Buch von Rose Müllers: Blau mit weißen Blumen geschenkt.


Weil zum Drucken Indigo verwendet wird (nachdem man vorher das weniger intensive Färberwaid benutzte), war auch das Motiv klar: eine Indigopflanze. Mehrere Stempel habe ich geschnitzt und wieder verworfen. Zum Glück konnte ich die Schrift und die Zahl abschneiden und die Pflanzen weiterverwenden.


Hier zum Beispiel zum Bedrucken der Karten mit einfachem Bürostempelblau.

Diesen Stempel habe ich dann für die Briefmarke verwendet und mit Aquarellfarbe ausgemalt. Ein Stück Karton klebt auf der Karte, die Marke kann man einfach herausziehen. Für das Innenteil habe ich kleine Schnipsel aus dem Buch verwendet und erklärt, warum ich mich für den Blaudruck als Thema entschieden habe.


Weitere Stempelreste habe ich auf den Umschlägen verdruckt und mich gefreut, dass es bei der Post dieses Jahr auch Briefmarken in Blau gibt. Jetzt hoffe ich, dass alle Briefe pünktlich ankommen, freue mich auf die Post in den nächsten Wochen und bin sehr gespannt, was es auch auf Instagram zu entdecken gibt.






Samstag, 26. Oktober 2019

Post Post Post

Heute möchte ich mal zeigen, was mich in der letzten Zeit an Post erreicht hat.

Katja schickte mir nicht nur ein mit den schönsten Inhalten gefülltes Heft für mein Fauxdori (wir hatten zusätzlich getauscht), sondern auch eine wunderbar beschriftete Karte aus ihrem Ostseeurlaub.

Von Kristina kam eine tolle #colomeditation, eine Karte mit viel Grün:-)

Ganz lieben Dank an euch beide!
Und schließlich möchte ich wenigstens ein Foto aus der Sommerpost-Gruppe ohne Insta und Blog zeigen. Ich war zu Besuch bei meiner Freundin und konnte alle Ergebnisse aus der Gruppe bestaunen. Wirklich sehenswerte Hefte waren dabei.


Dies ist ihr Deckblatt - nicht abgesprochen, trotzdem ähnelt es meinem Heft, das passiert uns oft. Nicht umsonst kennen wir uns seit 40 Jahren und treffen uns regelmäßig nicht nur zum Erzählen, auch zu kreativen Zwecken.


Samstag, 5. Oktober 2019

Ein neues Fauxdori

Das diesjährige Sommerthema hat mich anscheinend sehr motiviert; inzischen habe ich das dritte Fauxdori hergestellt. Aus den Fehlern beim ersten Exemplar habe ich gelernt und etwas an Breite und Höhe zugegeben. Dieses hier bekommt eine Freundin zum Geburtstag, die im Dezember nach Südafrika reist.


Außen bedrucktes und beklebtes Snapapp, innen ungefüttert mit Taschen aus Landkarten, Umschlägen und Steckfächern.

Dazu habe ich passende Briefmarken ersteigert, die je nach Bedarf eingeklebt werden können. Schere, Kleber und Tape gibt's zum Geschenk dazu.


Und hier kommt das ganze Buch als Film. Nachdem ich alles mögliche ausprobiert habe, um vernünftig filmen zu können, habe ich eine halbwegs passable Lösung gefunden. Es ist ja nicht immer jemand greifbar, der die Kamera hält... Leider kann man ja auf Insta* nur filmen, wenn man auf Aufnahme drückt (außer bei den Stories). Da bräuchte ich eine dritte Hand. Oder habe ich wieder etwas verpasst und es geht doch? Wie macht ihr das denn?