Zum letzten Mal wird heute unter dem Motto
Typo gemustert. Und weil bald die Adventspost verschickt werden muss, habe ich hier ein Beispiel aus meinen Gelatinedruckversuchen verwendet. Ich habe einen ganzen Tag lang mit meiner Freundin im Atelier verbracht, Unmengen an Farbe verbraucht, ebensolche Mengen an Papier weggeschmissen und jede Menge Misserfolgserlebnisse gehabt. Dank unserer guten Laune und leckerem Essen ließ sich das aber gut verkraften. Zuletzt sah es so aus bei mir:

Mein Problem beim Drucken entsteht dadurch, dass ich beim Buntpapierherstellen sozusagen umgekehrt vorgehe. Beim Drucken bearbeitet man die Platte, beim Kleistern das Papier. Meine festen Vorstellungen von einem Druckmuster konnte ich jedenfalls nicht umsetzen. Einige wenige Ergebnisse, die mir gefielen, sind aus Zufall entstanden. Und sind wohl auch nicht wiederholbar. Stark strukturierte Tapete und die beliebte Luftpolsterfolie ergeben schöne Muster. Das macht wohl den Vorteil einer Gelatineplatte im Gegensatz zur normalen Druckplatte aus. Man kann auch dickere Gegenstände als Schablone verwenden. Außerdem fand ich super, dass ich auch Seidenpapier bedrucken konnte. Das geht beim Kleistern natürlich nicht.
Ein Nachteil ist, dass man im Gegensatz zum Kleistern sehr viel Farbe verbraucht (nach Angaben des Herstellers nur Acryl- oder Ölfarbe). Wie es mit den selbstgemachten Gelatineplatten aussieht, weiß ich nicht. Ich bin sehr gespannt auf die Erfahrungen der anderen "Druckerinnen".
Dieses Papier habe ich als Unterlage für mein heutiges Typo-Muster genommen, dazu ein E, das ich für eine Collage ausgeschnitten hatte.
Das E gefüllt mit dem orange-blauen Untergrundmuster und noch einmal auf das selbe Muster gesetzt.
Zu guter Letzt präsentieren sich hier wie immer die kunterbunt gekleideten Käfer und krabbeln rüber zu
Michaelas Mustermittwoch.