Eindrücke von meiner Kubareise möchte ich in der nächsten Zeit hier zeigen - nach Themen, nicht nach Orten sortiert. Heute geht's los mit der "Kunst".
Kunst steht in Anführungszeichen, denn überall in Westkuba gibt es in den Souvenirläden und vielen Galerien das gleiche zu kaufen.
Wir haben aber auf unseren Wanderungen auch andere Orte entdeckt. Zum Beispiel in Havanna eine Werkstatt für experimentelle Grafik.
Wunderbare alte Pressen in der große Halle, in der die Künstler zusammen arbeiten.
Alte Lithografiesteine, zum Beispiel für Zigarrenbanderolen stapeln sich in den Regalen, Druckstöcke aus Resten von Bodenbelägen aus Linoleum und aus Holz überall auf den Tischen und an den Wänden.
Papier ist Mangelware, wie man hier sieht, und was ich selber auf der Suche nach Material für mein Reisetagebuch festgestellt habe. Dabei musste ich an die bemalten Filtertüten aus meinem letzten Urlaub denken, die ich benutzt habe, nachdem mir das Papier ausgegangen war.
Ich habe mir eine Monotypie gekauft mit dem Titel "Pasos lindos de la vida" (übersetzt so viel wie: Schöne Veränderungen des Lebens)
Der einzige Papierschöpfer in Havanna (sagt er jedenfalls) steht sogar im Reiseführer. José Gonzales hat erst ein einziges Mal mit richtiger Pulpe geschöpft, die er aus Mexiko bekommen hat. Für seine Papiere verwendet er geschreddertes Papier aus einem Büro, bemalt es und faltet Taschen in verschiedenen Größen daraus.
Auf dem Bücher- und Antiquitätenmarkt habe ich auch etwas aus Papier erstanden.
Unter anderem ein Buch über einen deutschen Zigarrenfabrikanten! Hoffentlich reicht das Material für meine Sommerpost-Collagen.....