Donnerstag, 25. September 2014

Reclam Praktisches Wissen - Pilze

Dieses wunderbare Buch von 1928, verschenkt im Jahre 1929 (kann jemand diese Schrift noch lesen? - ja, siehe unten), würde für einen eigenen Blog reichen, so viele unterschiedliche Themen werden hier angesprochen und mit Hilfe von ersten Fachgelehrten bearbeitet. Es wiegt laut Hersteller 2 kg und 580g und riecht ziemlich unangenehm abgestanden. Deshalb habe ich wohl nie ausführlicher darin geblättert. Das soll sich nun ändern, denn der Wälzer hat beim Lüften auf dem Balkon ein wenig an Muffigkeit verloren. Passend zum plötzlichen Herbstbeginn zeige ich euch zwei Bildtafeln zum Thema "Wie meide ich Giftpilze?". In diesem Kapitel werden unterschiedliche Sorten beschrieben  und der Rat gegeben: "In Zweifelsfällen sehe der Anfänger stets lieber vom Genusse ab" Wie wahr!



Besonders schön sehen natürlich der Fliegenpilz und der Speiteufel (was für ein Name) aus.


Den habe ich mal mit Schrift-Fotos unterlegt.



Erstaunliche Wirkungen entstehen dabei und ich überlege schon, wie ich diese Kombinationen  in einer Collage verarbeiten könnte.

Einen ganz besonders lieben Dank an Ghislana, die die Widmung entziffert hat! Da steht:


"Praktisches Wissen"
- Wer möcht' es missen? -
Jedem sehr nützlich
Macht froh und glücklich
Erobert die Welt
und spart uns viel Geld

Meiner lb. Tochter zum 25. Geburtstag
Minden (??), den 18. August 1929
Georg Schüßler"







Kommentare:

  1. Da hast du ja einen Schatz gehoben!!! (und einen der giftigen Röhren-Pilze habe ich noch nie gesehen...)
    So, ich stelle mich der Prüfung. Nach bisschen Rätseln denke ich, es geht so:

    "Praktisches Wissen"
    - Wer möcht' es missen? -
    Jedem sehr nützlich
    Macht froh und glücklich
    Erobert die Welt
    und spart uns viel Geld

    Meiner lb. Tochter zum 25. Geburtstag
    Minden (??), den 18. August 1929
    Georg Schüßler" Liebe Grüße Ghislana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, liebe Ghislana, du bist ein Schatz!
      Ich hab's gleich angefügt!
      Liebe Grüße und ganz herzlichen Dank
      Christine

      Löschen
  2. Ich hätte den Text jetzt meinen Papa geziegt, denn er kann das richtig gut, aber Ghislana kann das ganz perfekt. Hut ab.Ich muß muß bei jedem dritten Wort dann raten. Aber so eine wunderbar illustriertes Buch ist wirklich ein Schatz! immer mal bei trockenem Wetter rauslegen, offen, dann verliert sich der Muff. Zwischen die Seiten Löschblätter schieben soll auch helfen.VG kaZe

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Aha, danke für den Tipp mit den Löschblätter, die können also auch Gerüche löschen!
      Liebe Grüße
      Christine

      Löschen
  3. OMG dieses Buch ist ja der absolute Traum, hechl, hechl, hechl, das hätte ich auch gern - naja, vielleicht habe ich auf meinen Flohmarktstreifzügen ja mal Glück. Und diese Inschrift! Hammer, die Leute haben sich früher echt noch Mühe gegeben!
    l.g. barbara bee

    AntwortenLöschen
  4. Was für ein wundervolles Buch. Diese Bildtafeln.... ich liebe solche Illustrationen sehr. Diese sorgfältigen, lebensgetreuen Zeichnungen, mit wieviel Hingabe die enstanden sind. Und wieviel praktisches Wissen in so einem Buch steckt. Na, da werde auch ich die Flohmärkte mit noch mehr Sorgfalt abklappern.
    Schönste Grüße, Bea

    AntwortenLöschen
  5. Zur Muffigkeit von Papier, dass sich ja meistens nicht ohne großen Aufwand lüften lässt, fällt mir ein, dass ich dem Problem vor einigen Jahren mal mit Kaffeepulver beigekommen bin. Die ursprüngliche Version sieht Bohnenkaffee vor, der zusammen mit dem Buch in eine Plastiktüte gepackt und mal so ca. eine Woche gut verschlossen liegengelassen wird. Da ich keine Bohnen hatte, habe ich das Buch zum Schutz in Packseide gewickelt und zusammen mit Kaffeepulver für einige Tage in besagter Plastiktüte eingesperrt. Der Erfolg war angenehm. Das Buch steht seitdem im Regal und jeder Muff- und Modergeruch ist verschwunden. Ausprobieren lohnt sich.

    AntwortenLöschen